Wahrsagen

Wahrsagen und Hellsehen

 

Im Allgemeinen fasst man unter den Begriffen Wahrsagen, Wahrsagung und Mantik diverse Methoden und Praktiken zusammen, die dazu dienen, zukünftige Entwicklungen und Ereignisse vorherzusagen. Das Wahrsagen war vorallem in der Antike und dem Altertum sehr verbreitet, heute wird es wohl eher als Bestandteil der Esoterik belächelt.

Bekannte Methoden der Wahrsager, die sich selbst meist mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet sehen, sind das Handlesen, das Kartenlegen und die Astrologie. Auch recht absurde Praktiken wie das Lesen von Kaffeesätzen und dem Befragen einer Kristallkugel gehören zu den Dienstleistungen von Wahrsagern. Oft hört man auch von Fällen von sogenannter religiöser Prophetie, Vorhersagen also, die auf einer göttlichen oder sprituellen Inspiration beruhen.

Soviel man auch in Legenden und antiken Geschichten über das Orakel von Delphi gehört haben mag, Fakt ist, dass seit dem Zeitalter der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert, das Wahrsagen als Aberglaube abgetan wird und von der wissenschaflichen Forschung ignoriert wird.

 

 

Handlesen und Kartenlegen

 

Bei der sogenannten Handlesekunst werden die Formen und Linien der Hand von einer Person dazu benutzt, die Zukunft zu lesen und Annahmen über den Charakter und das Schicksal des Betroffenen zu machen. Im Altertum und im Barock war diese Praxis tatsächlich anerkannt und geschätzt, sogar wissenschaftliche Forschungen über „Chiromantik“ (aus den altgriechischen Begriffen cheir „Hand“ und manteia „Weissagung“ zusammengesetzter Fachterminus für das Handlesen) wurden in den 1920ern angestellt. Heutzutage ist das Handlesen aber wohl eher auf Volksfesten und Jahrmärkten verbreitet.

Kartomantie, also die Kunst des Kartenlegens, wird von einem Kartenleger oder Wahrsager durchgeführt, der mittels verschiedener Spielkarten (z.b. Tarotkarten) eine Person ohne Vorwissen analysiert und Aussagen über deren Charakter, Lebenssituation oder Zukunft zu treffen. Die Spielkarten werden dabei zuerst gut gemischt und dann nach bestimmten Mustern oder Abfolgen ausgebreitet. Die möglichen Positionen der Karten haben feste Bezeichnungen („Ängste und Hoffnungen“, „zukünftige Ereignisse“ etc.), in Kombination mit den Bedeutungen der einzelnen Karten ergeben sich dadurch Interpretationsmöglichkeiten bezüglich der Zukunft und der gegenwärtigen Lebenssituation der Person, die sich die Karten legen lässt. Seine Ursprünge hat die Kartomantie in China, später wurde die Kunst hauptsächlich durch den Okkultismus auch in Europa verbreitet. Heutzutage ist der Gesellschaft besonders durch diverse Fernsehsender (die allseits beliebten Astro-Shows) und Telefon-Hotlines das Kartenlegen ein Begriff, die meisten sehen darin allerdings eher Geldmacherei und Abzocke als eine tatsächliche Möglichkeit Einblick in das persönliche Schicksal zu nehmen.